Antifa Abend

Der Antifa Abend ist eine Anlaufstelle für alle interessierten Menschen in der Region Heilbronn, die sich gegen Nazis und Rassisten engagieren wollen. Dort wird in offener Runde über antifaschistische Mobilisierungen informiert, gemeinsame Aktionen geplant und Informationen über rassistische Aktivitäten ausgetauscht.

Alle die gemeinsam mit uns gegen Rassismus und Faschismus aktiv werden wollen und sich für ein solidarischen Miteinander einsetzen sind herzlich willkommen!

Der Antifa Abend findet jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn) statt.

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam aktiv werden!

Was tun bei Abschiebungen? – Diskussion und Erfahrungsaustausch mit Rex Osa // „Stammtisch“ des Deutsch-Afrikanischen Vereins Heilbronn (DAVH)

„Duldung“ ist kein Aufenthaltstitel, sondern bedeutet „Aussetzung der Abschiebung“. Welche Möglichkeiten gibt es, um einer drohenden Abschiebung entgegen zu wirken? Gibt es Wege zum Bleiberecht? Wie können Ehrenamtliche unterstützen?

Über diese Fragen wollen wir uns mit Rex Osa, Geflüchteter und Aktivist bei „Refugees for Refugees“ (Flüchtlinge für Flüchtlinge) austauschen. Eintritt frei.

Eine Veranstaltung von Get up! Heilbronn

Die Veranstaltung findet im Rahmen des „Stammtisch“ des Deutsch-Afrikanischen Vereins Heilbronn (DAVH) statt. Der reguläre Stammtisch fällt daher aus. Dennoch zur Info:

Jeden letzten Freitag im Monat ab 19.30 Uhr trifft sich der Deutsch-Afrikanische Verein e.V. zum „Stammtisch“ im Sozialen Zentrum Käthe.

Der Deutsch-Afrikanische Verein Heilbronn e. V. bietet eine Plattform, verschiedene afrikanische Kulturen kennenzulernen. Sich auszutauschen, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und einen Erfahrungstransfer zu ermöglichen sind nur einige der Ziele, die der DAVH verfolgt. Es liegt uns sehr am Herzen, Menschen aller Nationalitäten anzusprechen.

Kontakt: http://davh.worldcitizenship.com/

IL-Tresen: Was ist heute noch antagonistisch?

Die Zeiten haben sich geändert. Die Studentenbewegung der 68er, die militanten Strukturen der 70er und 80er Jahre, autonome Hausbesetzer*innenbewegung und nicht zuletzt der militante Antifaschismus der 90er Jahre, sie alle sind – um es platt auszudrücken – Geschichte. Geblieben ist der Anspruch einer radikalen Linken, unversöhnlich und als antagonistischer Gegenspieler den bestehenden Verhältnissen gegenüber zu stehen. Doch, um es mit den Worten unserer Frankfurter Genoss*innen auszudrücken:

„Die geographische Mehrheit der radikalen Linken hat jahrelang in der verhältnismäßig privilegierten Position gelebt, […] dass uns, trotz oder gerade wegen unseres politischen Engagements, Türen offen und Gelder für Großkampagnen zur Verfügung standen – und in gewissem Umfang individuelle Karrierewege nicht nur trotz, sondern manchmal sogar wegen einer Phase des Aktivismus zwischen dem 20sten und 30sten Lebensjahr möglich waren.“

Mit der Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses nach rechts, stehen diese linksradikalen Privilegien jetzt im Fokus. Wir wollen dabei zwei Phänomene betrachten und diskutieren. Zum einen wird die radikale Linke mit der Wahrung des Bestehenden gleichgesetzt und nicht als Gegenspieler des kapitalistischen Systems erkannt. Ihre Politik stellt keine Option für Menschen dar, die nicht über die eigene Szene politisiert werden oder deren Lebensrealität sich über die Jahre verändert hat. Zum anderen folgt auf einen radikalen Aktivismus in jüngeren Jahren häufig der Übergang ins Private und/oder in etablierte Organisationen, Gewerkschaften und Parteien. Damit scheint sich die äußere Betrachtung zu bestätigen, dass der antagonistische Anspruch nicht authentisch ist, da er einfach aufgegeben werden kann.

Deswegen fragen wir uns, wie sieht unter den gegeben Umständen antagonistische Politik aus? Wie kann eine radikale Linke authentisch für einen Bruch mit einem System stehen, von dem sie derzeit selbst profitiert? Inwieweit ist in linksradikalen Zusammenhängen das private noch politisch und fängt nicht genau hier eine nachhaltige, antagonistische Politik an? Wie muss kollektives Leben und Handeln gestaltet werden, um als Perspektive aus der Vereinzelung in der neoliberalen Gesellschaft begriffen zu werden?

Diese uns tausend weitere Fragen stehen im Raum, lasst uns darüber diskutieren. Kommt zum IL-Tresen am 18. Mai 2018, um 19 Uhr ins Soziale Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn).

IL-Tresen: Was ist heute noch antagonistisch?

Die Zeiten haben sich geändert. Die Studentenbewegung der 68er, die militanten Strukturen der 70er und 80er Jahre, autonome Hausbesetzer*innenbewegung und nicht zuletzt der militante Antifaschismus der 90er Jahre, sie alle sind – um es platt auszudrücken – Geschichte. Geblieben ist der Anspruch einer radikalen Linken, unversöhnlich und als antagonistischer Gegenspieler den bestehenden Verhältnissen gegenüber zu stehen. Doch, um es mit den Worten unserer Frankfurter Genoss*innen auszudrücken: Continue reading “IL-Tresen: Was ist heute noch antagonistisch?”

Antifa Abend der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

Der Antifa Abend ist eine Anlaufstelle für alle interessierten Menschen in der Region Heilbronn, die sich gegen Nazis und Rassisten engagieren wollen. Dort wird in offener Runde über antifaschistische Mobilisierungen informiert, gemeinsame Aktionen geplant und Informationen über rassistische Aktivitäten ausgetauscht.

Alle die gemeinsam mit uns gegen Rassismus und Faschismus aktiv werden wollen und sich für ein solidarischen Miteinander einsetzen sind herzlich willkommen!

Der Antifa Abend findet jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn) statt.

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam aktiv werden!

Zeitung “dazwischengehen” erschienen!

Im Vorfeld des 1. Mai 2018 ist unsere Zeitung “dazwischengehen” erschienen (hier downloaden). Der Titel ist kein Zufall, als Teil der Interventionistischen Linken (IL) arbeiten wir am Aufbau einer starken außerparlamentarischen Linken, die dazwischen geht. Was wir genau damit meinen findet ihr auf der Rückseite der diesjährigen Zeitung. Continue reading “Zeitung “dazwischengehen” erschienen!”

Eindrücke des 1.Mai 2018

Knapp 150 Menschen waren am 1. Mai 2018 mit uns im antikapitalistischen Block auf der Straße. Laut, bunt und entschlossen haben wir unserer Forderung nach einer solidarischen Gesellschaft Ausdruck verliehen. Mit dem Zeigen der Symbole der YPG und YPJ haben wir uns solidarisch auf den Kampf der kurdischen Bewegung in Rojava bezogen. Bundesweit wurde massenhaft unter dem Hashtag #FlaggeZeigen das Verbot der Symbole der kurdischen Bewegung unterlaufen und somit außer Kraft gesetzt. Continue reading “Eindrücke des 1.Mai 2018”

1. Mai Fest im Sozialen Zentrum Käthe

Traditionell gehen am 1. Mai viele lohnabhängige Menschen auf die Straßen und demonstrieren für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, gegen Ausbeutung und Unterdrückung und für ein solidarisches Miteinander. Auch in Heilbronn demonstrieren seit Jahren viele Menschen am internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse für ihre Rechte.

Wie schon in den letzten Jahren wird es auch am 1. Mai 2018 im Anschluss an die DGB-Demonstration wieder das 1. Mai Fest im Sozialen Zentrum geben. Wir laden alle herzlich ein, diesen Tag im Rahmen unseres Festes gebührend mit uns zu feiern. Mit einem bunten Programm ist für Unterhaltung, Information und das leibliche Wohl gesorgt.

Programm:

  • Workshop des Frauencafé zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“
  • Hausführungen und Vorstellung des Sozialen Zentrums
  • Live Musik mit Kleister (www.kleisterrap.de)
  • (veganes) Essen und Trinken
  • Infostände

1. Mai Fest 2018 | 13 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

1.Mai 2018: Be part of progress!

1. Mai 2018 || 10.30 Uhr || Busbanhof Karlstraße
Antikapitalistischer Block auf der DGB Demonstration

Es ist wieder soweit, der 1.Mai steht vor der Tür. Wie jedes Jahr gehen wir gemeinsam für eine Perspektive fernab der kapitalistischen Zustände auf die Straße. Das ist auch trotz der über hundertjährigen Geschichte des Kampftages der Arbeiter*innenklasse dringend notwendig.

Kapitalisten führen den Klassenkampf von oben mit harten Bandagen. Ausbau von Leiharbeit, Harz 4 und prekäre Beschäftigung sind Beispiele dafür. Rassisten wie AfD und Co. treiben einen Keil in die Gesellschaft und versuchen sie durch rechten Hass und Antifeminismus zu spalten. Dem deutschen Staat klebt Blut an den Händen von den unzähligen Waffendeals mit Kriegstreibern und Despoten. Das alles wollen wir überwinden und hinter uns lassen – auf dem Trümmerhaufen der Geschichte!

Stattdessen kämpfen wir für eine klassenlose Gesellschaft, in der jeder Mensch eine Wohnung hat und Profite mit der Miete ein dunkles Kapitel im Geschichtsbuch sind. Wo in Krankenhäusern ganz selbstverständlich die Menschen im Mittelpunkt stehen, genug Personal mit genügend Zeit vorhanden ist und nicht die Profite privater Träger den Ton angeben. Wir wollen eine Ökonomie aufbauen, die sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert und nicht dem Reichtum weniger Besitzenden dient.

Große Worte, die rund um die Welt, Tag für Tag mit Leben gefüllt werden. Dabei ist es egal, ob es sich um kleine Verbesserungen mit großer Vision, wie in den Kämpfen um bezahlbare Mieten oder große Veränderungen mit vielen Opfern, wie die Revolution in Rojava handelt. Gemeinsam ist ihnen das Streben nach einer solidarischen Gesellschaft und der Kampf für eine bessere Welt.

Lasst uns am 1. Mai 2018 zusammen auf die Straße gehen, grenzenlos solidarisch, grenzenlos feministisch, grenzenlos antikapitalistisch.
Kommt in den antikapitalistischen Block auf der 1. Mai Demonstration der Gewerkschaften 2018!

Für eine klassenlose Gesellschaft – für den Kommunismus!
Be part of progress!

20. April 2018 || 19.00 Uhr || Soziales Zentrum Käthe Wollhausstraße 49
IL-Tresen: Geschichte des 1.Mais in Bilder und ein Blick in die Welt

26. April 2018 || 19.30 Uhr || Soziales Zentrum Käthe Wollhausstraße 49
Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Aktivist*innen der IL Tübingen

2. Mai 2018 || 19.30 Uhr || Soziales Zentrum Käthe Wollhausstraße 49
Katalonien im Umbruch- Vortrag und Diskussion mit Ralf Streck

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Akivist*innen der Interventionistischen Linken (iL) Tübingen.

Tübingen macht es vor. Während die Heilbronner Stadtpolitik ihre Augen vor der sich stetig verschärfenden Wohnungsproblematik verschließt, hat Tübingen bereits vor Jahren eine Gegenoffensive gestartet. Neben Instrumenten wie der Einrichtung städtebaulicher Entwicklungsbereiche, Bürgerbeteiligung und das Modell der Baugruppen, setzen die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften Tübingens in den letzten Jahren wie in keiner anderen Stadt in Baden- Württemberg Landesmittel zum Bau von Sozialwohnungen ein. Im Zuge der Innenentwicklung entstanden somit auf freien Flächen meist alltagstaugliche Quartiere mit zentralen öff
entlichen Plätzen, Nutzungsmischung von Gewerbe und Wohnen und sozialer Mischung von Eigentums- und Sozialwohnungen.

Das sogenannte „Tübinger Modell“ scheint – vor allem aus Heilbronner Perspektive – ein recht progressives stadtpolitisches Programm zu sein. Doch trotz des guten Ansatzes sind die Mieten in Tübingen von 2012- 2016 um 16,6 % gestiegen (vgl. Heilbronn: 22,4%). Der soziale Wohnungsbau der Stadt deckt auch hier nicht den Bedarf und nimmt insgesamt betrachtet ab. Wie auch in Heilbronn gibt es mehr als genug Luxusimmobilien bei gleichzeitigem harten Konkurrenzkampf um günstigen Wohnraum.

Diese ähnlichen Entwicklungen, trotz der unterschiedlichen Herangehensweisen, nehmen wir zum Anlass genauer hinzuschauen. Gemeinsam wollen wir bei der Veranstaltung „Heilbronn anders machen!“ mit den Referent*innen der Interventionistischen Linken Tübingen (iL) einen Blick auf das „Tübinger Modell“ und dessen Grenzen werfen. Wie sehen konkrete Projekte aus, deren Umsetzung eine nachhaltige Veränderung der Stadtentwicklung mit sich bringen? Welche Strategien braucht es, in Anbetracht der immer weiter steigenden Miet- und Immobilienpreise? Wie kann eine andere Stadt, eine Stadt von unten und für alle konkret aussehen?

Kommt vorbei und diskutiert gemeinsam mit uns. Los geht’s um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe, Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn.

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Akivist*innen der Interventionistischen Linken (iL) Tübingen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 26. April 2018, um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe statt.

Tübingen macht es vor. Während die Heilbronner Stadtpolitik ihre Augen vor der sich stetig verschärfenden Wohnungsproblematik verschließt, hat die Stadt Tübingen bereits vor Jahren eine Gegenoffensive gestartet. Neben Instrumenten wie der Einrichtung städtebaulicher Entwicklungsbereiche, Bürgerbeteiligung und das Modell der Baugruppen, setzen die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften Tübingens in den letzten Jahren wie in Continue reading “Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik”

IL-Tresen: Geschichte des 1. Mai

Die Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen. Dieses Mal geht es um die Geschichte des 1. Mai und einen Blick in die Welt.

Antifa Abend der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

Der Antifa Abend ist eine Anlaufstelle für alle interessierten Menschen in der Region Heilbronn, die sich gegen Nazis und Rassisten engagieren wollen. Dort wird in offener Runde über antifaschistische Mobilisierungen informiert, gemeinsame Aktionen geplant und Informationen über rassistische Aktivitäten ausgetauscht.

Alle die gemeinsam mit uns gegen Rassismus und Faschismus aktiv werden wollen und sich für ein solidarischen Miteinander einsetzen sind herzlich willkommen!

Der Antifa Abend findet jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn) statt.

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam aktiv werden!

1. Mai 2018: Be part of progress!

Es ist wieder soweit, der 1.Mai steht vor der Tür. Wie jedes Jahr gehen wir gemeinsam für eine Perspektive fernab der kapitalistischen Zustände auf die Straße. Das ist auch trotz der über hundertjährigen Geschichte des Kampftages der Arbeiter*innenklasse dringend notwendig.

Kapitalisten führen den Klassenkampf von oben mit harten Bandagen. Ausbau von Leiharbeit, Harz 4 und prekäre Beschäftigung sind Beispiele dafür. Rassisten wie AfD und Co. treiben einen Keil in die Gesellschaft und versuchen sie durch rechten Hass und Antifeminismus zu spalten. Dem deutschen Staat klebt Blut an den Händen von den unzähligen Waffendeals mit Kriegstreibern und Despoten. Das alles wollen wir überwinden und hinter uns lassen – auf dem Trümmerhaufen der Geschichte! Continue reading “1. Mai 2018: Be part of progress!”

Lautstarke Nachhilfestunde für AfD-Nachwuchs

Bericht des Netzwerk gegen Rechts Heilbronn (NgR), zum Versuch der “Jungen Alternative Heilbronn” (JA) mit einer Kundgebung auf dem Friedensplatz in Heilbronn Fuß zu fassen.

Der Versuch des Heilbronner AfD-Nachwuchses „Junge Alternative“ (JA), auf dem Friedensplatz um jugendliche Wählerinnen und Wähler zu werben, wurde für die Rechten am vergangenen Montag zum Flop. Continue reading “Lautstarke Nachhilfestunde für AfD-Nachwuchs”

Mahnwache gegen rechte Gewalt

Am vergangenen Samstag wurde die Heilbronner Kaiserstraße zum Tatort. Ohne Vorwarnung griff vor der Kilianskirche ein 70-Jähriger mit einem Messer drei junge Geflüchtete an. Ein 17-Jähriger aus Afghanistan wurde dabei schwer verletzt. Ein Syrer und ein Iraker kamen mit leichten Verletzungen davon.

Jetzt, einige Tage später, haben wir Gewissheit: der Täter handelte aus rassistischen Motiven. Seine Opfer haben nur eines gemeinsam. Sie kamen zu uns, um vor Krieg, Zerstörung und Armut in ihren Heimatländern zu fliehen. Hier in unserer Stadt suchten sie Schutz und neue Perspektiven. Vor der Kilianskirche, einem Heilbronner Wahrzeichen, fanden sie zumindest einen Treffpunkt mit freiem Internetzugang und guter Verkehrsanbindung. Jetzt ist es auch ein Ort, an dem der Hass sichtbar wurde. Nur durch Glück ist hier kein Mensch gestorben.

Der Angriff hat uns in seiner Brutalität überrumpelt. Völlig überraschend kommt er nicht. Die Stimmungsmache gegen Geflüchtete hat in den vergangenen Monaten und Wochen an Fahrt aufgenommen. Rechte Hetzer versuchen, Ängste zu schüren, Begriffe zu besetzen und Sicherheitsdebatten zu beeinflussen. Beflügelt von den Erfolgen rechtsextremer Parteien in ganz Europa wollen sie auch hier vor Ort ihr rückwärtsgewandtes, autoritäres und nationalistisches Weltbild als Alternative darstellen. Sie säen den Hass, der sich in Angriffen auf Geflüchtete niederschlägt.

Wir beobachten mit Sorge, dass die „neuen Rechten“ damit in Teilen der Gesellschaft auf Verständnis und Zustimmung stoßen. Unsere Sorgen dürfen uns aber nicht lähmen. Wir müssen entschlossen für eine Stadt einstehen, in der Rassismus und Hass keinen Platz haben. Den Schreihälsen von rechts, die mit den Ängsten der Menschen spielen, halten wir unsere Stimme der Solidarität und der Menschlichkeit entgegen. Wir stehen an der Seite der Angegriffenen und sagen gemeinsam: die rote Linie ist überschritten!

Freitag, 23. Februar 2018 / 18 Uhr / Marktplatz Heilbronn

Betriebsratswahlen 2018: Rassisten machen mobil

Nach der Bundestagswahl ist vor den Betriebsratswahlen. Während die selbsternannte “Alternative für Deutschland” (AfD) mit ihrem rassistischen Programm im September 12,6% der Wählerstimmen erringen konnte, bleibt ihr der Weg in die Betriebsratsgremien verwehrt. Doch der Erfolg der rechten Partei soll nicht an den Torender Betriebe enden. Unter dem Slogan “Werde Betriebsrat – Patrioten schützen Patrioten!” bläst eine neue Allianz um die rechtsextreme Initiative “Ein Prozent” und das “Zentrum Automobil e.V.” aus Stuttgart zum Angriff.

Ziel ist es, den Erfolg der AfD zu nutzen und in den Betrieben zu verfestigen. Den “linken Betriebsräten und Gedankenpolizisten” soll eine “Patriotische Gewerkschaft” entgegengesetzt werden, die die Arbeitsplätze von “aufrechten Patrionen” schützt. Bei einer großen Konferenz im November 2017, zu der das rechte “Compact”-Magazin um Jürgen Elsässer geladen hatte, wurde das Projekt unter tosendem Applaus vorgestellt. Neben Björn Höcke und Martin Sellner, dem Chef der “Identitären Bewegung”, war auch der PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann anwesend.
Die Beteiligten sind sich einig: nicht weniger als eine rechte Arbeitnehmervertretung soll entstehen, die “die Macht der linken Gewerkschaften” bricht.

Was ist aber neben der öffentlichen Inszenierung von dem neuen Projekt zu halten? Muss man mit einer rechten Gewerkschaftsbewegung rechnen oder handelt es sich um einen Scheinriesen? Wie gehe ich an meinem Arbeitsplatz oder im Betriebsratsgremium mit offensiv auftretenden Rassisten um?

Im Vorfeld der Betriebsratswahlen lädt das Netzwerk gegen Rechts Heilbronn (NgR) gemeinsam mit dem DGB Stadt- und Kreisverband Heilbronn, ver.di Heilbronn-Neckar-Franken, NGG Region Heilbronn, der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm und dem Bündnis “Heilbronn sagt nein” zu einer Diskusssionsveranstaltung, bei der diese und viele weitere Fragen geklärt werden sollen. Mit Hintergrundinformationen zu den beteiligten Akteuren soll ein Blick hinter die mediale Inszenierung der rechten Kampagne geworfen werden. Anschließend geht es nach einem kurzen Input von André Kaufmann, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Baden-Württemberg, zu Erfahrungen mit rechter Gewerkschaftsarbeit im Betrieb in die Diskussion.

Freitag, 16. Februar 2018 // 19:00 Uhr
Gewerkschaftshaus Heilbronn (Gartenstraße 64, 74072 Heilbronn)

Eine Veranstaltung des Netzwerk gegen Rechts Heilbronn

Unterstützt von:

 

Frauenkampftag 2018: Hi(s)story is her Story!

Der 8. März ist Frauenkampftag!

Seit über hundert Jahre nutzen Frauen* weltweit den internationalen Frauenkampftag, um ihre Kämpfe für gesellschaftliche Veränderung und Gleichberechtigung sichtbar zu machen. Ein Blick in die Welt zeigt uns, wie hoch aktuell dieser Kampf um Befreiung auch heute noch ist. Antifeministische Bewegungen befinden sich in Europa Continue reading “Frauenkampftag 2018: Hi(s)story is her Story!”

Kundgebung: Solidarität mit Afrin-Waffenexporte stoppen!

Seit dem 20. Januar greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Kräften wie der Al-Nusra-Front den nordsyrischen Kanton Afrin an. Viele Zivilisten sind den Angriffen der türkischen Streitkräfte bereits zum Opfer gefallen, getötet u.a. durch deutsche Waffen.

Als drittgrößter Waffenexporteur weltweit profitieren deutsche Rüstungsfirmen seit Jahrzehnten von den Waffen- und Rüstungsexporten an die Türkei, die zur Unterdrückung der kurdischen Bewegung verwendet werden. Auch in Heilbronn wird die Infrastruktur für den Krieg gegen Rojava hergestellt. Die Firma AIM Infrarotmodule GmbH
ist Teil der Rüstungsindustrie und stellt Wärmebildgeräte für See-, Luft- und Landfahrzeuge her, welche u.a. in Panzern des Mutterkonzerns Rheinmetall verbaut werden. Dessen Kampfpanzer Leopard 2 wird aktuell von der türkischen Armee bei den Angriffen auf Afrin eingesetzt.

Die deutsche Regierung und die Waffenindustrie profitieren von dem Konflikt und haben somit kein Interesse daran, diesen zu beenden. Daher müssen wir auf die Verstrickungen Deutschlands mit den aktuellen Geschehnissen in der Türkei und Kurdistan aufmerksam machen. Wir müssen die Kriege da beenden wo sie beginnen und Waffenexporte stoppen!

Kommt zur Kundgebung am Donnerstag, den 8. Februar 2018, um 18 Uhr vor AIM Infrarotmodule GmbH in der Theresienstraße 2, 74072 Heilbronn.

#DefendAfrin!
Hoch die internationale Solidarität!

Kundgebung:

Donnerstag, 8. Februar 2018 // 18. Uhr
AIM Infrarotmodule GmbH // Theresienstraße 2, 74072 Heilbronn

Solidarität mit Afrin – Waffenexporte stoppen!

Seit dem 20. Januar greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Kräften wie der Al-Nusra-Front den nordsyrischen Kanton Afrin an. Viele Zivilisten sind den Angriffen der türkischen Streitkräfte bereits zum Opfer gefallen, getötet u.a. durch deutsche Waffen.

Als drittgrößter Waffenexporteur weltweit profitieren deutsche Rüstungsfirmen seit Jahrzehnten von den Waffen- Continue reading “Solidarität mit Afrin – Waffenexporte stoppen!”

400 Menschen bei #DefendAfrin Demonstration

Gestern gingen in Heilbronn 400 Menschen in Solidarität mit Afrin auf die Straße. Mit einer Demonstration vom Heilbronner Hauptbahnhof bis zum Kiliansplatz wurde deutlich gemacht, dass die Angriffe des türkischen Militärs nicht schweigend hingenommen werden. In mehreren Wortbeiträgen kritisierten Redner die Rolle Deutschlands stark. Continue reading “400 Menschen bei #DefendAfrin Demonstration”