CasaPound – eine Avantgarde der europäischen Rechten

Aus den italienischen Parlamentswahlen am 4. März 2018 ging neben der populistischen „MoVimento 5 Stelle“ (Fünf-Sterne-Bewegung) auch die rechte Partei „Lega“ (vormals „Lega Nord“) mit ihrem Spitzenkandidat Matteo Salvini als Siegerin hervor. In der chaotischen Regierungsbildung sicherte sich der rechte Spitzenkandidat den Posten des Innenministers. Welche Auswirkungen dies hat lesen wir in den letzten Monaten häufiger in den Zeitungen. Seenotrettung wird kriminalisiert, Geflüchtete werden eher sterben gelassen, als sie nach Italien zu lassen und die rechten Bewegungen und Parteien befinden sich im Aufwind.

Diese Wahl stellt den vorläufigen Höhepunkt einer seit 25 Jahren andauernden Rechtsentwicklung in Italien dar. Bereits seit Jahrzehnten findet eine kontinuierliche Normalisierung rassistischer und faschistischer Positionen statt. Im Zuge dieser großen Rechtsverschiebung profitierten auch kleine faschistische Parteien von dieser Entwicklung. Hier ist vor allem die Bewegung CasaPound zu nennen. Die Traditionsfaschisten, die sich aus dem reichhaltigen rhetorischen Fundus und praktischen Methodenkoffer der “Neuen Rechten” bedienen treten seit 2013 als Partei an und haben am äußersten rechten Rand alle anderen Konkurrenten hinter sich gelassen.

In dem PowerPoint Vortrag „CasaPound – eine Avantgarde der europäischen Rechten“ beleuchtet der Referent Heiko Koch den Aufbau und die Netzwerkarbeit, die Strategien und Taktiken der italienischen Bewegungspartei und erläutert warum sich CasaPound anschickt zu einem “Ruling Modell” für viele radikale Rechte in Europa zu werden. Dabei geht er auf den transnationalen Ideologietransfer der CasaPound Italia ein.

Vortrag und Diskussion mit Heiko Koch
Donnerstag, 11. Oktober 2018 // 19.00 Uhr
Soziales Zentrum Käthe

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