1. Mai Fest im Sozialen Zentrum Käthe

Traditionell gehen am 1. Mai viele lohnabhängige Menschen auf die Straßen und demonstrieren für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, gegen Ausbeutung und Unterdrückung und für ein solidarisches Miteinander. Auch in Heilbronn demonstrieren seit Jahren viele Menschen am internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse für ihre Rechte.

Wie schon in den letzten Jahren wird es auch am 1. Mai 2018 im Anschluss an die DGB-Demonstration wieder das 1. Mai Fest im Sozialen Zentrum geben. Wir laden alle herzlich ein, diesen Tag im Rahmen unseres Festes gebührend mit uns zu feiern. Mit einem bunten Programm ist für Unterhaltung, Information und das leibliche Wohl gesorgt.

Programm:

  • Workshop des Frauencafé zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“
  • Hausführungen und Vorstellung des Sozialen Zentrums
  • Live Musik mit Kleister (www.kleisterrap.de)
  • (veganes) Essen und Trinken
  • Infostände

1. Mai Fest 2018 | 13 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

1.Mai 2018: Be part of progress!

1. Mai 2018 || 10.30 Uhr || Busbanhof Karlstraße
Antikapitalistischer Block auf der DGB Demonstration

Es ist wieder soweit, der 1.Mai steht vor der Tür. Wie jedes Jahr gehen wir gemeinsam für eine Perspektive fernab der kapitalistischen Zustände auf die Straße. Das ist auch trotz der über hundertjährigen Geschichte des Kampftages der Arbeiter*innenklasse dringend notwendig.

Kapitalisten führen den Klassenkampf von oben mit harten Bandagen. Ausbau von Leiharbeit, Harz 4 und prekäre Beschäftigung sind Beispiele dafür. Rassisten wie AfD und Co. treiben einen Keil in die Gesellschaft und versuchen sie durch rechten Hass und Antifeminismus zu spalten. Dem deutschen Staat klebt Blut an den Händen von den unzähligen Waffendeals mit Kriegstreibern und Despoten. Das alles wollen wir überwinden und hinter uns lassen – auf dem Trümmerhaufen der Geschichte!

Stattdessen kämpfen wir für eine klassenlose Gesellschaft, in der jeder Mensch eine Wohnung hat und Profite mit der Miete ein dunkles Kapitel im Geschichtsbuch sind. Wo in Krankenhäusern ganz selbstverständlich die Menschen im Mittelpunkt stehen, genug Personal mit genügend Zeit vorhanden ist und nicht die Profite privater Träger den Ton angeben. Wir wollen eine Ökonomie aufbauen, die sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert und nicht dem Reichtum weniger Besitzenden dient.

Große Worte, die rund um die Welt, Tag für Tag mit Leben gefüllt werden. Dabei ist es egal, ob es sich um kleine Verbesserungen mit großer Vision, wie in den Kämpfen um bezahlbare Mieten oder große Veränderungen mit vielen Opfern, wie die Revolution in Rojava handelt. Gemeinsam ist ihnen das Streben nach einer solidarischen Gesellschaft und der Kampf für eine bessere Welt.

Lasst uns am 1. Mai 2018 zusammen auf die Straße gehen, grenzenlos solidarisch, grenzenlos feministisch, grenzenlos antikapitalistisch.
Kommt in den antikapitalistischen Block auf der 1. Mai Demonstration der Gewerkschaften 2018!

Für eine klassenlose Gesellschaft – für den Kommunismus!
Be part of progress!

20. April 2018 || 19.00 Uhr || Soziales Zentrum Käthe Wollhausstraße 49
IL-Tresen: Geschichte des 1.Mais in Bilder und ein Blick in die Welt

26. April 2018 || 19.30 Uhr || Soziales Zentrum Käthe Wollhausstraße 49
Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Aktivist*innen der IL Tübingen

2. Mai 2018 || 19.30 Uhr || Soziales Zentrum Käthe Wollhausstraße 49
Katalonien im Umbruch- Vortrag und Diskussion mit Ralf Streck

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Akivist*innen der Interventionistischen Linken (iL) Tübingen.

Tübingen macht es vor. Während die Heilbronner Stadtpolitik ihre Augen vor der sich stetig verschärfenden Wohnungsproblematik verschließt, hat Tübingen bereits vor Jahren eine Gegenoffensive gestartet. Neben Instrumenten wie der Einrichtung städtebaulicher Entwicklungsbereiche, Bürgerbeteiligung und das Modell der Baugruppen, setzen die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften Tübingens in den letzten Jahren wie in keiner anderen Stadt in Baden- Württemberg Landesmittel zum Bau von Sozialwohnungen ein. Im Zuge der Innenentwicklung entstanden somit auf freien Flächen meist alltagstaugliche Quartiere mit zentralen öff
entlichen Plätzen, Nutzungsmischung von Gewerbe und Wohnen und sozialer Mischung von Eigentums- und Sozialwohnungen.

Das sogenannte „Tübinger Modell“ scheint – vor allem aus Heilbronner Perspektive – ein recht progressives stadtpolitisches Programm zu sein. Doch trotz des guten Ansatzes sind die Mieten in Tübingen von 2012- 2016 um 16,6 % gestiegen (vgl. Heilbronn: 22,4%). Der soziale Wohnungsbau der Stadt deckt auch hier nicht den Bedarf und nimmt insgesamt betrachtet ab. Wie auch in Heilbronn gibt es mehr als genug Luxusimmobilien bei gleichzeitigem harten Konkurrenzkampf um günstigen Wohnraum.

Diese ähnlichen Entwicklungen, trotz der unterschiedlichen Herangehensweisen, nehmen wir zum Anlass genauer hinzuschauen. Gemeinsam wollen wir bei der Veranstaltung „Heilbronn anders machen!“ mit den Referent*innen der Interventionistischen Linken Tübingen (iL) einen Blick auf das „Tübinger Modell“ und dessen Grenzen werfen. Wie sehen konkrete Projekte aus, deren Umsetzung eine nachhaltige Veränderung der Stadtentwicklung mit sich bringen? Welche Strategien braucht es, in Anbetracht der immer weiter steigenden Miet- und Immobilienpreise? Wie kann eine andere Stadt, eine Stadt von unten und für alle konkret aussehen?

Kommt vorbei und diskutiert gemeinsam mit uns. Los geht’s um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe, Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn.

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Akivist*innen der Interventionistischen Linken (iL) Tübingen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 26. April 2018, um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe statt.

Tübingen macht es vor. Während die Heilbronner Stadtpolitik ihre Augen vor der sich stetig verschärfenden Wohnungsproblematik verschließt, hat die Stadt Tübingen bereits vor Jahren eine Gegenoffensive gestartet. Neben Instrumenten wie der Einrichtung städtebaulicher Entwicklungsbereiche, Bürgerbeteiligung und das Modell der Baugruppen, setzen die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften Tübingens in den letzten Jahren wie in Continue reading “Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik”

IL-Tresen: Geschichte des 1. Mai

Die Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen. Dieses Mal geht es um die Geschichte des 1. Mai und einen Blick in die Welt.

Antifa Abend der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

Der Antifa Abend ist eine Anlaufstelle für alle interessierten Menschen in der Region Heilbronn, die sich gegen Nazis und Rassisten engagieren wollen. Dort wird in offener Runde über antifaschistische Mobilisierungen informiert, gemeinsame Aktionen geplant und Informationen über rassistische Aktivitäten ausgetauscht.

Alle die gemeinsam mit uns gegen Rassismus und Faschismus aktiv werden wollen und sich für ein solidarischen Miteinander einsetzen sind herzlich willkommen!

Der Antifa Abend findet jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn) statt.

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam aktiv werden!

1. Mai 2018: Be part of progress!

Es ist wieder soweit, der 1.Mai steht vor der Tür. Wie jedes Jahr gehen wir gemeinsam für eine Perspektive fernab der kapitalistischen Zustände auf die Straße. Das ist auch trotz der über hundertjährigen Geschichte des Kampftages der Arbeiter*innenklasse dringend notwendig.

Kapitalisten führen den Klassenkampf von oben mit harten Bandagen. Ausbau von Leiharbeit, Harz 4 und prekäre Beschäftigung sind Beispiele dafür. Rassisten wie AfD und Co. treiben einen Keil in die Gesellschaft und versuchen sie durch rechten Hass und Antifeminismus zu spalten. Dem deutschen Staat klebt Blut an den Händen von den unzähligen Waffendeals mit Kriegstreibern und Despoten. Das alles wollen wir überwinden und hinter uns lassen – auf dem Trümmerhaufen der Geschichte! Continue reading “1. Mai 2018: Be part of progress!”

IL-Tresen

Bei unserem ersten IL-Tresen am 16. März 2018 geht es um den Tag der politischen Gefangenen am 18. März. Den Input für die Diskussion liefert ein Genosse der Roten Hilfe Heilbronn. Er beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit der Repression des Staates gegen fortschrittliche Bewegungen und ebenso lange leistet er aktive Solidaritätsarbeit. Gemeinsam wollen wir diskutieren was es bedeutet von Repression betroffen zu sein, wie sich Solidarität organisieren lässt und was wir aus vergangenen Kämpfen lernen können. Nebenbei wird es auch viele spannende Einblicke in die linke Geschichte Heilbronns geben. Los geht‘s um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe.

Was ist der Tag der politischen Gefangenen?

Der 18. März hat eine lange Tradition in der Geschichte der revolutionären Arbeiter*innenbewegung und des Widerstands gegen die bestehenden Verhältnisse. Am 18. März 1871 begann der Versuch der „Pariser Kommune“, eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung aufzubauen. Mit massiver Repression und Brutalität wurde dieser Versuch niedergeschlagen. Im Jahr 1923 erklärte die „Internationale Rote Hilfe“ den 18. März zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ und 1996 wurde dies durch die Gruppe „Libertad!“ und die „Rote Hilfe e.V.“ wieder aufgegriffen. Seitdem finden jedes Jahr überall in der BRD Aktionen und Veranstaltungen zum 18. März statt.

 

Die Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen.

Lautstarke Nachhilfestunde für AfD-Nachwuchs

Bericht des Netzwerk gegen Rechts Heilbronn (NgR), zum Versuch der “Jungen Alternative Heilbronn” (JA) mit einer Kundgebung auf dem Friedensplatz in Heilbronn Fuß zu fassen.

Der Versuch des Heilbronner AfD-Nachwuchses „Junge Alternative“ (JA), auf dem Friedensplatz um jugendliche Wählerinnen und Wähler zu werben, wurde für die Rechten am vergangenen Montag zum Flop. Continue reading “Lautstarke Nachhilfestunde für AfD-Nachwuchs”

Veranstaltung: Was ist eigentlich Feminismus?

Es existieren viele Mythen über den Feminismus: Er sei “männerfeindlich”, wolle eine Herrschaft der Frauen* über die Männer* bewirken, würde vermeintliche Unterschiede zwischen Frauen* und Männern* verstärken, statt zu reduzieren. Gerade in der letzten Zeit wird Feminismus immer wieder als Begründung für rassistische Argumentationen missbraucht. Oder er wird reduziert auf den bürgerlichen Feminismus einer größtenteils weißen und deutschen Mittelschicht. Doch Feminismus ist mehr. Feminismus hat eine lange historische Tradition. Femininstische Bewegungen existieren überall auf der Welt. Feminismus ist nicht der Kampf weißer, wohlhabender Frauen* für ihre Rechte, sondern ein Kampf um die Befreiung aller Menschen vom Sexismus und von den Zwängen der Geschlechter.

Eine Referentin der Antifa-Jugend Göttingen wird uns einen Überblick über die Geschichte des Feminismus und wichtige Denkerinnen und ihre Theorien geben. Im Anschluss wollen wir über Ansatzpunkte für aktuelle feministische Kämpfe diskutieren.

Im Anschluss beginnt die Femi-Party zum 8. März!

Das Schweigen durchbrechen – den Widerstand stärken!

Aufruf der [iL*] zum Block “Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava” auf der „Siko“-Demonstration am 17.02.2018 in München.

Die Münchner „Sicherheitskonferenz“ verkörpert seit über 50 Jahren das hochrangigste Forum seiner Art. Es steht für die Ab- und Einstimmung und auch Austragung von Widersprüchen imperialistischer Politik. Auf der Suche nach Unterstützung und der Schmiedung von Koalitionen, setzen Regierungsvertreter_innen, Rüstungsfirmen, Kriegsminister_innen, Lobbyist_innen, Unternehmen und Militärs die schon längst beschlossenen Kriegsvorhaben um und inszenieren sie als adhoc Ergebnisse gemeinsamer Diskurse. Es sind die Vertreter_innen, die offen oder hinter den Kulissen den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) vorantreiben oder stillschweigend hinnehmen.

Solidarität mit Rojava

Seit dem 19.01.2018 greift das türkische Militär mit Artillerie und Luftwaffe den Kanton Afrîn an. Die türkische Armee arbeitet dabei mit ca. 25.000 Al-Qaida-, Al-Nusra- und IS-Terroristen zusammen. Auch vom Einsatz von Napalm- und Streubomben durch die Angreifer wird berichtet.

Die Besatzer greifen gezielt Moscheen, Kirchen, Gesundheitszentren, Schulen und Infrastruktur an. Bisher wurden mehrere hundert Zivilisten, darunter überwiegend Kinder und Frauen, getötet oder verletzt. Afrîn war eine der letzten Regionen in Syrien, die in fast 7 Jahren Krieg kaum zerstört wurde und die 300.000 Menschen, die vor dem Krieg flohen, Zuflucht geboten hat.
In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen soll ausradiert werden, was dort und in den anderen Kantonen Rojavas als ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung entstand. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt.

Die Selbstverteidigungskräfte der multiethnischen Bevölkerung – YPG/YPJ leisten währenddessen erbitterten Widerstand und versuchen unter größter Opferbereitschaft den Vormarsch der Invasoren abzuwehren. Es sind jene Verteidigungskräfte, die eine wesentliche Rolle in der Bekämpfung des sogenannten „Islamischen Staates“ und der Befreiung vieler Städte und Dörfer vor seiner Schreckensherrschaft gespielt haben.

Afrîn – Spielball der Großmächte

Die Russische Regierung und auch die US-Regierung verfolgen in Syrien ihre eigenen strategischen Ziele. Ein Angriff der Türkischen Armee in dieser Form war wohl nur möglich, wenn diese ihre Zurückhaltung im Vorhinein signalisiert habe. Dabei hat das Erdogan-Regime vor dem Angriff verlautbaren lassen, den Krieg nicht auf den Kanton Afrin beschränken zu wollen, sondern Rojava bis hin zur irakischen Grenze vollständig zu vernichten.

Die Deutsche Bundesregierung im Kalkül einer Kriegspartei

Die türkischen Streitkräfte nutzen bei ihrer Offensive in der nordsyrischen Region Afrîn, wie schon bei der Zerstörung kurdischer Städte in der Türkei, auch von Deutschland gelieferte Waffen und Panzer vom Typ Leopard II. Zwar musste die deutsche Bundesregierung zumindest kurzzeitig aufgrund des öffentlichen Drucks das weitere Nachrüstungsersuchen der Türkischen Regierung für die Panzer kurzfristig aussetzen. Doch die Kriegsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei gehen trotz des Angriffskrieges weiter. Seit dem Treffen des türkischen Außenministers Cavusoglu mit dem deutschen Außenminister Gabriel (SPD) anfang Januar ist allenthalben von einem Neuanfang in den deutsch-türkischen Beziehungen die Rede. Kein Wort des Außenministers zu den Zehntausenden, die in der Türkei ohne Anklage in Haft sind, u.a. weil sie die Unterstützung des IS durch die türkische Regierung aufgedeckt haben. Während in Deutschland vermeintliche Gebietsverantwortliche der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Regel zu 3 bis 4 Jahren Haft verurteilt werden, nur weil die PKK auf Wunsch der türkischen Regierung auf der sogenannten “Terrorliste” steht, ist die Bundesregierung beim Terror der türkischen Erdogan-Regierung gegen die Bevölkerung in Nordsyrien lediglich “besorgt” und fordert nicht etwa das Ende des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs und der Bombardierungen, sondern ruft lediglich alle Seiten zur “Zurückhaltung” auf und macht sich auch damit mitschuldig.

Im Inneren flankierte das Deutsche Innenministerium zunächst den Krieg, indem es im vorauseilenden Gehorsam für das Erdogan-Regime das Zeigen der Fahnen der YPG und der YPJ faktisch unter Strafe gestellt hat und die kurdische Freiheitsbewegung damit versuchte zu kriminalisieren. Jedoch zeigen unsere vielen Proteste und Solidaritätsbekundungen in den letzten Wochen, dass an der ein oder anderen Stelle die knallharte Linie der Repressionsbehörden bröckelt und erste Freiräume erkämpft werden.
Insgesamt also schweigt die Bundesregierung, um den schmutzigen “Flüchtlingsdeal” mit der Türkei nicht zu gefährden. Sie schweigt zu den zehntausenden inhaftierten Journalist_innen, Anwält_innen und Oppositionspolitiker_innen.

Ein Angriff auf Afrîn ist ein Angriff auf uns!

Nicht nur in der Türkei werden Menschen, wie zuletzt die Ärztevereinigung, die den Angriffskrieg der türkischen Regierung kritisiert, wegen “Terror-Propaganda” verhaftet und ihre Versammlungen aufgelöst.
Auch in Deutschland wurde eine Solidaritätsdemo am 27. Januar 2018 mit über 20.000 Menschen in Köln aufgelöst und in Städten wie Mannheim Demonstrationsverbote zum Thema Angriffskrieg gegen Afrîn verfügt. Freiheitskämpfe aber lassen sich nicht verbieten! Es ist die nahezu bedingungslose politische Rückendeckung aus Berlin, die Ankara ermutigt hat, diesen Angriff auf Afrîn zu beginnen. Die BRD ist faktisch eine Kriegspartei in Afrin und unterstützt den Angriffskrieg nicht nur durch Waffenlieferungen und Rüstungszusammenarbeit, sondern auch durch die Kriminalisierung von kurdischen und türkischen Linken in der BRD und politische Diskreditierung der Revolution in Rojava. Die Bundesregierung folgt keiner »falschen Politik«, sondern den Interessen des deutschen Kapitals und handelt danach! Daher ist Widerstand gegen diese Politik nicht nur ein Gebot der Solidarität mit Afrîn und den demokratischen Kräften in der Türkei, sondern eine Notwendigkeit im ureigenen Interesse.

Der Angriff auf Afrîn ist auch ein Angriff patriarchaler Kräfte auf jene Frauen, die sich ihnen nicht länger unterwerfen! Ein Angriff auf Frauen, die ihren Willen zur Freiheit und den Glauben an sich selbst wieder gefunden haben.
Die wirkliche Gefahr, die von Afrîn ausgeht, ist die, dass dort Menschen ihrem Traum von einem freien Leben in Würde folgen! Der Angriff auf Afrîn ist deshalb auch ein Angriff auf unsere Träume und Hoffnungen. Der Kampf gegen den Angriff auf Afrîn ist auch unser Kampf! Darum lasst uns alle gemeinsam wie die Menschen in Afrîn aufstehen und das scheinbar Unmögliche wagen! Unser gemeinsames Ziel – Kampf für eine neue Gesellschaft – Unsere Waffe heißt Solidarität!

Wir fordern die sofortige Streichung der PKK von der Terrorliste – keine Kriminalisierung der Embleme und Fahnen der kurdischen Bewegung und der YPG / YPJ!
Stoppt die Bombardierungen und den Angriffskrieg gegen die Bevölkerung in Afrîn /Nordsyrien!
Keine Deals mit Erdogan! Rüstungsexporte stoppen – Afrîn verteidigen!

Kommt in den Block “Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava!”
17.Februar 2018, 13.00 Uhr Karlsplatz/ Stachus München.

Interventionistische Linke, Februar 2018

Frauenkampftag 2018: Hi(s)story is her Story!

Der 8. März ist Frauenkampftag!

Seit über hundert Jahre nutzen Frauen* weltweit den internationalen Frauenkampftag, um ihre Kämpfe für gesellschaftliche Veränderung und Gleichberechtigung sichtbar zu machen. Ein Blick in die Welt zeigt uns, wie hoch aktuell dieser Kampf um Befreiung auch heute noch ist. Antifeministische Bewegungen befinden sich in Europa Continue reading “Frauenkampftag 2018: Hi(s)story is her Story!”

Antifa-Abend der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

Der Antifa Abend ist eine Anlaufstelle für alle interessierten Menschen in der Region Heilbronn, die sich gegen Nazis und Rassisten engagieren wollen. Dort wird in offener Runde über antifaschistische Mobilisierungen informiert, gemeinsame Aktionen geplant und Informationen über rassistische Aktivitäten ausgetauscht.

Alle die gemeinsam mit uns gegen Rassismus und Faschismus aktiv werden wollen und sich für ein solidarischen Miteinander einsetzen sind herzlich willkommen!

Der Antifa Abend findet jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn) statt.

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam aktiv werden!

Kundgebung: Solidarität mit Afrin-Waffenexporte stoppen!

Seit dem 20. Januar greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Kräften wie der Al-Nusra-Front den nordsyrischen Kanton Afrin an. Viele Zivilisten sind den Angriffen der türkischen Streitkräfte bereits zum Opfer gefallen, getötet u.a. durch deutsche Waffen.

Als drittgrößter Waffenexporteur weltweit profitieren deutsche Rüstungsfirmen seit Jahrzehnten von den Waffen- und Rüstungsexporten an die Türkei, die zur Unterdrückung der kurdischen Bewegung verwendet werden. Auch in Heilbronn wird die Infrastruktur für den Krieg gegen Rojava hergestellt. Die Firma AIM Infrarotmodule GmbH
ist Teil der Rüstungsindustrie und stellt Wärmebildgeräte für See-, Luft- und Landfahrzeuge her, welche u.a. in Panzern des Mutterkonzerns Rheinmetall verbaut werden. Dessen Kampfpanzer Leopard 2 wird aktuell von der türkischen Armee bei den Angriffen auf Afrin eingesetzt.

Die deutsche Regierung und die Waffenindustrie profitieren von dem Konflikt und haben somit kein Interesse daran, diesen zu beenden. Daher müssen wir auf die Verstrickungen Deutschlands mit den aktuellen Geschehnissen in der Türkei und Kurdistan aufmerksam machen. Wir müssen die Kriege da beenden wo sie beginnen und Waffenexporte stoppen!

Kommt zur Kundgebung am Donnerstag, den 8. Februar 2018, um 18 Uhr vor AIM Infrarotmodule GmbH in der Theresienstraße 2, 74072 Heilbronn.

#DefendAfrin!
Hoch die internationale Solidarität!

Kundgebung:

Donnerstag, 8. Februar 2018 // 18. Uhr
AIM Infrarotmodule GmbH // Theresienstraße 2, 74072 Heilbronn

Solidarität mit Afrin – Waffenexporte stoppen!

Seit dem 20. Januar greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Kräften wie der Al-Nusra-Front den nordsyrischen Kanton Afrin an. Viele Zivilisten sind den Angriffen der türkischen Streitkräfte bereits zum Opfer gefallen, getötet u.a. durch deutsche Waffen.

Als drittgrößter Waffenexporteur weltweit profitieren deutsche Rüstungsfirmen seit Jahrzehnten von den Waffen- Continue reading “Solidarität mit Afrin – Waffenexporte stoppen!”

400 Menschen bei #DefendAfrin Demonstration

Gestern gingen in Heilbronn 400 Menschen in Solidarität mit Afrin auf die Straße. Mit einer Demonstration vom Heilbronner Hauptbahnhof bis zum Kiliansplatz wurde deutlich gemacht, dass die Angriffe des türkischen Militärs nicht schweigend hingenommen werden. In mehreren Wortbeiträgen kritisierten Redner die Rolle Deutschlands stark. Continue reading “400 Menschen bei #DefendAfrin Demonstration”

#DefendAfrin Demonstration Heilbronn

Die Türkei hat am 20. Januar 2018 ihren bereits seit langem verkündeten Plan in die Tat umgesetzt und Rojava angegriffen. Mit massiven Beschuss von Dörfern und Stellungen der YPG/YPJ versuchen sie in den Kanton Efrîn einzudringen und diesen zu besetzen. Doch genau wie bei den Angriffen des IS auf Kobane leisten die kurdischen Genoss*innen erbitterten Widerstand.

Die Fahne der Angreifer hat sich geändert, ihr Ziel ist das gleiche, die Vernichtung der emanzipatorischen Errungenschaften in Rojava. Die Angriffe werden begleitet von der Ignoranz der Bundesregierung. Kein Wunder, hat doch Sigmar Gabriel noch zu Beginn des Jahres beim Tee dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu neue Waffendeals versprochen. Die neue “entspannte” Politik der beiden Staaten wird hervorgerufen durch gemeinsame wirtschaftliche Interessen. Das war in den 90er so, das ist noch heute so. Deswegen gilt es erneut, wir müssen den Druck in der Öffentlichkeit gemeinsam erhöhen.

Lasst uns am Freitag auf die Straße gehen und die Errungenschaften der Revolution in Rojava verteidigen. Senden wir ein Zeichen der Solidarität nach Afrin und ein Zeichen der Wut an die Bundesregierung!

Hoch die internationale Solidarität!

Demonstration // Freitag, 26. Januar 2018 // 16.00 Uhr // Hauptbahnhof Heilbronn

#DefendAfrin Demonstration Heilbronn

Die Türkei hat am 20. Januar 2018 ihren bereits seit langem verkündeten Plan in die Tat umgesetzt und Rojava angegriffen. Mit massiven Beschuss von Dörfern und Stellungen der YPG/YPJ versuchen sie in den Kanton Efrîn einzudringen und diesen zu besetzen. Doch genau wie bei den Angriffen des IS auf Kobane leisten die kurdischen Genoss*innen erbitterten Widerstand. Continue reading “#DefendAfrin Demonstration Heilbronn”

Solidarität mit Rojava!

In verschiedenen Städte haben wir uns an den Protesten gegen den Angriff der türkischen Armee auf Afrin/Rojava beteiligt. Dieser Angriff, ist ein Angriff auf uns alle, alle die für eine befreite Gesellschaft kämpfen:
Seit dem 19.01.2018 greift türkische Artillerie und Luftwaffe den Kanton Efrin an. In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen soll ausradiert werden, Continue reading “Solidarität mit Rojava!”

Betriebsratswahlen 2018: Rassisten machen mobil

Nach der Bundestagswahl ist vor den Betriebsratswahlen. Während die selbsternannte “Alternative für Deutschland” (AfD) mit ihrem rassistischen Programm im September 12,6% der Wählerstimmen erringen konnte, bleibt ihr der Weg in die Betriebsratsgremien verwehrt. Doch der Erfolg der rechten Partei soll nicht an den Toren Continue reading “Betriebsratswahlen 2018: Rassisten machen mobil”

Lieber brunch ich als G20!

Der G20-Gipfel liegt einige Monate zurück. Viel wurde darüber berichtet, Positionen ausgetauscht, Meinungen gebildet und auch die ersten Verfahren gegen Genoss*innen wurden im Eiltempo durchgezogen. Wir wollen mit etwas Abstand in lockerer Atmosphäre wieder einen Blick auf die Tage in Hamburg werfen. Was waren unsere Erlebnisse, was sind die Einschätzungen zu den Folgen der medialen Berichterstattung, was wird bleiben von den Aktionen, wie weiter nach #NoG20 Hamburg?

Für alle die nicht dabei sein konnten oder wollten ist das auch der Ort die Diskussion zu suchen und einen Austausch zu den verschiedenen Standpunkten zu ermöglichen. Es gibt nicht die eine Wahrheit in Bezug auf Hamburg, umso wichtiger ist der gemeinsame Diskurs.

Wir beginnen ab 10 Uhr mit dem Mitbring-Brunch. Das Essen ist gegen Spende erhältich. Alles Geld was gespendet wird geht an von Repression betroffene Genoss*innen. Kommt vorbei und lasst uns diskutieren!

Sonntag, 8. Oktober 2017 // ab 10.00 Uhr // Soziales Zentrum Käthe