Kurt Pätzold über die Ursachen des Ersten Weltkrieges

kurt pätzoldAm 23. Januar fand im Sozialen Zentrum Käthe eine Veranstaltung mit Prof. Dr. Kurt Pätzold unter dem Titel „Schlafwandelnd in den Krieg? Der Erste Weltkrieg – Ursachen und aktuelle Kontroversen“ statt.

Für alle, die nicht dabei sein konnten oder sich den Vortrag gerne nochmal anhören möchten, haben wir auf Soundcloud den vollständigen Mitschnitt veröffentlicht:

Ankündigungstext der Veranstaltung:

Man konnte es vorher wissen: «Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – , und Wehe dem, der zuerst die Lunte an das Pulverfass schleudert!» So Helmuth von Moltke, ehemaliger Generalstabschef, 1890 im Reichstag. Fast ein Vierteljahrhundert später war der Krieg da – angeblich hatte keiner ihn gewollt. Doch merkwürdig: Im Sommer 1914 wusste die Reichsregierung schon ganz genau, welche Ziele sie verfolgte – die Kriegsziele standen bereits fest. Die Rolle der deutschen Regierung bei der Verursachung des Ersten Weltkrieges galt seit den 1960er Jahren als geklärt. Aber seit der Veröffentlichung eines Buches des australischen Historikers Clark findet –in der öffentlichen Debatte– ein Rückfall hinter frühere Erkenntnisse statt. Fragen nach Kriegsschuldigen, Interessen und Profiteuren gelten jetzt als antiquiert. Kurt Pätzold klärt auf, über die Ursachen des Ersten Weltkrieges und die Hintergründe der aktuellen Kontroversen.

Zur Person:

Kurt Pätzold wurde 1930 in Breslau geboren. Er ist Historiker, promovierte 1963 und habilitierte sich 1973 an der Humboldt-Universität in Berlin mit der Arbeit „Antisemitismus und Judenverfolgung (Januar 1933 bis August 1935). Eine Studie zur politischen Strategie und Taktik des faschistischen deutschen Imperialismus“. An der Humboldt-Universität war er bis 1992 Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Geschichte.

Veranstalter: Organisierte Linke Heilbronn und Rosa-Luxemburg-Club Heilbronn

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