Theodor Bergmann zum Thema Israel-Palästina

Theodor Bergmann 2. Juli 2014 HeilbronnAm 2. Juli 2014 fand im Sozialen Zentrum Käthe in Heilbronn eine Veranstaltung mit Theodor Bergmann unter dem Titel „Der lange Konflikt Israel – Palästina. Wie kann es Frieden geben? Ein internationalistischer Lösungsvorschlag“ statt.

Für alle, die nicht bei der Veranstaltung sein konnten oder sich die Positionen von Theo Bergmann noch einmal anhören wollen, stellen wir einen vollständigen Mitschnitt des Vortrages zur Verfügung:

 


Ankündigungstext der Veranstaltung:

Die Lage in Israel und Palästina ist kompliziert und verworren. Der Konflikt dauert schon lange und erscheint immer auswegloser. Beide Seiten haben berechtige Ansprüche, können und wollen aber nicht zu einer Lösung finden. Wer hat (mehr) Recht? Wem gehört das “Heilige Land”? Deutschland ist durch den Holocaust auf eigene Weise in den Konflikt verstrickt. Die israelische und die palästinensische Gesellschaft sind grundverschieden, die friedliche Entwicklung beider Gesellschaften wird durch den Konflikt blockiert. Die Debatte wird in der Regel mit vielen Emotionen geführt, was nicht selten zu recht seltsamen Haltungen führt: von bedingungslos pro- israelisch bis vorbehaltlos pro- palästinensisch.
Theodor Bergmann setzt hier an mit der Analyse eines kritischen Kommunisten: keine Gemeinsamkeit mit den (eigenen) Herrschenden, nationale Unabhängigkeitsbewegungen sind nach ihrem sozialen “Inhalt” zu beurteilen, nicht jeder Gegner der kapitalistischen Führungsmächte ist deshalb schon fortschrittlich. Und: Unterstützung derjenigen Kräfte bei Palästinensern und Israelis, die für einen Frieden arbeiten.

Zur Person:

Theo Bergmann wurde 1916 als siebter Sohn eines Berliner Rabbiners geboren, trat 1927 dem Jungspartakusbund und dem Sozialistischen Schülerbund bei, 1929 der KJD-O, der Jugendorganisation der KP- Opposition. 1933 floh er über das Saarland ins damalige Palästina, wo er u.a. in einem Kibbuz arbeitete; von dort ging er 1935 in die Tschechoslowakische Republik. Nach dem Münchner Abkommen 1938 floh er weiter nach Schweden, wo er die KP- Opposition unterstützte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1946 studierte er Agrarwissenschaften; Promotion 1955 an der Universität Hohenheim, 1968 Habilitation und ab 1973 Professur für vergleichende Agrarpolitik. Nach seiner Emeritierung 1981 widmete sich Theodor Bergmann der Geschichte der Arbeiterbewegung und der KP-O. Er gehörte zu den leitenden Mitgliedern der KP-O- Nachfolgeorganisation “Gruppe Arbeiterpolitik”. Er war ab 1990 Mitglied der PDS und ist seit 2007 Mitglied der Partei Die Linke. Bergmann ist Autor, Herausgeber und Übersetzer von 50 Büchern zur Agrarpolitik und zur Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung.

Publikation zum Thema: T. Bergmann, Der 100-jährige Krieg um Israel. Eine internationalistische Position zum Nahostkonflikt. VSA Verlag 2011.

Mittwoch, 2. Juli 2014 | 19.30 Uhr | Soziales Zentrum Käthe | Wollhausstr. 49 | 74072 Heilbronn

Eine gemeinsame Veranstaltung von Organisierte Linke Heilbronn (OL) und Die Linke Kreisverband Heilbronn

 

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