Veranstaltungen zum Frauenkampftag am 8. März 2016

8MärzPlakatGemeinsam mit dem Frauencafé im Sozialen Zentrum Käthe organisieren wir zwei Veranstaltungen im Rahmen der Mobilisierung zum diesjährigen Frauenkampftag am 8. März. Am 10. März 2016 wird es um das Thema „Care Revolution“ und die Folgen der neoliberalen Politik im Gesundheits- und Sozialbereich gehen. Am 15. März 2016 stehen die Lebensbedingungen illegalisierter Migrant*innen in der BRD im Fokus.

Care Revolution

Viele Menschen geraten beim Versuch, gut für sich und andere zu sorgen, an die Grenzen ihrer Kräfte. Was als individuelles Versagen gegenüber den alltäglichen Anforderungen erscheint, ist jedoch Folge neoliberaler Politik – Pflege und Gesundheitsversorgung dienen der Profitmaximierung und werden daher auf das Individuum abgewälzt. Besonders Frauen sind von diesen Zuständen betroffen, da sie nach wie vor den Großteil der Care-Arbeit übernehmen. Dazu zählt nicht nur die bezahlte Arbeit mit und für Menschen wie beispielsweise in Pflege- und Erziehungsberufen, sondern auch die unbezahlte Arbeit im häuslichen Umfeld. Notwendig ist daher ein grundlegender Perspektivenwechsel – nicht weniger als eine Care-Revolution.

Gabriele Winker entwickelt Schritte in eine solidarische Gesellschaft, die nicht mehr Profitmaximierung, sondern menschliche Bedürfnisse und insbesondere die Sorge umeinander ins Zentrum stellt. Am 10. März wird Gabriele Winker in einem Vortrag eine Übersicht über die aktuellen Verhältnisse geben, damit in einer anschließenden gemeinsamen Diskussion eigene konkrete Perspektiven entwickelt werden können.

10. März 2016 | 19 Uhr | Veranstaltung mit Gabriele Winker | Soziales Zentrum Käthe


Illegalisierte Migrantinnen in Deutschland

Tausende Menschen haben im letzten Jahr in der Hoffnung auf ein besseres Leben die Grenzen der Festung Europa überwunden. Doch die engen Maschen des deutschen Asylrechts, das mit jedem Jahr mehr und mehr eingeschränkt wird, lässt vielen keine andere Wahl, als früher oder später illegal in Deutschland zu leben. Dies ist die einzige Möglichkeit für sie zu bleiben. Gesetze und Vorschriften zwingen Menschen in die Illegalität und nehmen ihnen ihre grundlegenden Rechte – Gesundheitsversorung, Wohnraum, Bildung und Arbeit sind für illegalisierte Migrant*innen wenn überhaupt, nur eingeschränkt und zeitlich begrenzt erreichbar. Unsicherheit und Perspektivlosigkeit in allen Lebensbereichen, die Abhängigkeit von Freunden, Bekannten oder Arbeitgeber*innen und die immer währende Angst entdeckt zu werden, bestimmen den Alltag. Für Frauen ist diese Situation besonders prekär. Denn neben der Ausbeutung am Arbeitsplatz, sind sie auch sexueller Gewalt schutzlos ausgesetzt.

Zum Internationalen Frauenkampftag wollen wir daher auf die Lebensbedingungen illegalisierter Migrantinnen aufmerksam machen. Dazu haben wir eine Referentin der „Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen“, agisra e.V. aus Köln eingeladen, die sich seit 1993 für die Menschenrechte von Migrantinnen einsetzt.

15. März 2016 I 19 Uhr I Soziales Zentrum Käthe

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