1. Mai 2015: Gegen ihre Krisen: Widerstand von unten aufbauen – Kapitalismus überwinden!

1. Mai 2015 HeilbronnAuch im Jahr 2015 ist kein Ende der kapitalistischen Krise in Sicht. Während bei Banken und großen Wirtschaftsunternehmen die Renditen am steigen sind, spiegeln sich die Auswirkungen der Krise weiterhin in der Lebensrealität vieler Menschen wider. Wo „Sparanstrengungen“ der Staaten gefordert werden, ist eine Verteilung der Krisenlast von oben nach unten gemeint. Jugendarbeitslosigkeit von teilweise über 50%, Zwangsräumungen von in die Schulden getriebenen Menschen, drastische Zunahme von Selbstmorden, lebenswichtige Medikamente die nicht mehr bezahlt werden können, Krankenhäuser die geschlossen werden – das alles ist Realität in Europa. Gleichzeitig steigen die Vermögen der reichsten 1% der Bevölkerung immer weiter an und der Reichtum konzentriert sich bei wenigen.Das herrschende Krisenmanagement zielt nicht darauf ab, die Verursacher zur Verantwortung zu ziehen und das Geld dort zu holen, wo es vorhanden ist. Stattdessen wird mit Sozialkürzungen bei den Ärmsten, Privatisierung öffentlicher Güter, Streichung der Renten und einer drastischen Aufweichung des Arbeitsschutzes Klassenkampf von oben betrieben – auf drastische Weise im Süden Europas, aber auch in Deutschland. Existenzängste, die durch die Krise verschärft wurden, werden auf Minderheiten oder andere Länder projiziert. Dadurch wird nicht das kapitalistische Wirtschaftssystem als Ursache begriffen, sondern mit rassistischen Parolen gegen Flüchtlinge, vermeintliche „Sozialschmarotzer“ oder „Pleite-Griechen“ gehetzt.

Dieser Hetze rechter und nationalistischer Kräfte setzen wir unser Engagement für eine solidarische Gesellschaft jenseits der Verarmungs- und Ausbeutungspolitik entgegen. Überall auf der Welt wird um eine solche Alternative gerungen. Im kurdischen Gebiet Rojava bauen die Menschen trotz des Krieges in der Region demokratische Selbstverwaltungsstrukturen auf. Mit den Wahlen in Griechenland und den guten Prognosen für Podemos in Spanien haben die Kämpfe in Europa auch eine parlamentarische Perspektive erhalten. Diese ist allerdings ohne den Widerstand und die Proteste auf der Straße nicht denkbar. Umso wichtiger ist, dass wir diese Kämpfe nicht nur auf einzelne Länder beschränken. Wir müssen über die Grenzen hinweg Widerstand gegen die Austeritätspolitik entwickeln und gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft einstehen! Der 1.Mai steht international für den Kampf gegen die Zumutungen des Bestehenden und für die Perspektive einer anderen Gesellschaft. Es ist deshalb ein gutes Datum, um an möglichst vielen Orten auf die Straße zu gehen und gemeinsam zu handeln.


Beteiligt euch am antikapitalistischen Block auf der 1. Mai Demonstration der Gewerkschaften in Heilbronn!

1. Mai 2015 | 10.30 Uhr | Busbahnhof Karlstraße

Im Anschluss an die Demonstration findet wie auch im letzten Jahr das 1.Mai-Fest im Sozialen Zentrum Käthe statt.

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