Eindrücke der katalanischen Linken – Feminismus in der Bewegung

Interview mit Míriam Ferràndiz

Auf den Fahnen und Transparenten der linken katalanischen Unabhängigkeitsbewegung sind drei Symbole zu sehen. Sie stehen gleichwertig nebeneinander, für die katalanische Unabhängigkeit, Sozialismus und Feminismus. Die Ebenbürtigkeit dieser Kampffelder hat uns überrascht, da diese in vielen linken Bewegungen nicht vorhanden ist. Daher haben wir ein Interview mit Míriam Ferràndiz geführt, um heraus zu finden, ob die drei Säulen der Bewegung gleichwertig bearbeitet werden. Sie war im feministischen Kollektiv „Justa Revolta“ aktiv und sitzt nun für die CUP in der Stadtregierung Sabadells. Im Interview berichtet Míriam über den momentanen Stand der Bewegung. Doch um diesen zu erreichen musste viel Arbeit geleistet werden. Dass Feminismus in der katalanischen Linken eine zentrale Rolle spielt, liegt laut Míriam an der jahrelangen Aufklärungsarbeit feministischer Gruppen. So wurde die Verantwortung für die Bearbeitung feministischer und frauenpolitischer Inhalte erst nach unzähligen Debatten, Workshops, Konferenzen und Veröffentlichungen, als eine gemeinsame Verantwortung aller in der Bewegung aktiven verstanden.

Die Symbolik der linken katalanischen Unabhängigkeitsbewegung besteht aus drei Teilen: Den Umrissen der katalanischen Länder, Hammer und Sichel und der Faust im Venus-Symbol. In vielen linken Bewegungen spielt der Feminismus eine eher untergeordnete Rolle – wie sieht das bei euch aus?

Feminismus ist für uns einer der zentralen Grundsätze unserer Arbeit – diese sind der Kampf für Unabhängigkeit, Antikapitalismus, Sozialismus/ Kommunismus und der Feminismus. Man muss sagen, das hat sich über die Jahre geändert. Vor ein paar Jahren waren die Eckpunkte unserer Politik nicht so klar – der Feminismus blieb dabei häufig im Hintergrund und war eher implizit vorhanden, aber nicht in der politischen Praxis präsent. Er war eher ein bisschen unsichtbar. Aber heute sind die drei Grundsätze unserer Politik auf „nationaler“ Ebene, in der CUP und in den politischen Organisationen viel klarer. Wir verstehen, dass es ohne Feminismus keinen Antikapitalismus und keine Unabhängigkeit geben kann und dass diese drei Felder zusammen gehören. Wir können nicht nur davon reden, dass wir für die Unabhängigkeit sind. Denn wir wollen keinen Staat, in dem wir nicht frei sein können, als Personen, als Frauen. Wir wollen ja auch keinen Staat, in dem der Kapitalismus uns unterdrückt. Deshalb ist es uns wichtig, die drei Eckpfeiler unserer Politik als gleich wichtig zu betrachten und nicht eines hinten an zu stellen.

Was ist das Ziel eurer feministischen Bewegung? Geht es nur um mehr Rechte, oder steckt da mehr dahinter?

Wir haben ein breites Verständnis von Feminismus. Feminismus bedeutet für uns der Kampf gegen jede Form von Unterdrückung aufgrund von Geschlecht. So verstanden bedeutet das nicht nur ein Kampf gegen die Unterdrückung der Frau, obwohl es natürlich stimmt, dass wir die am meisten unterdrückten sind. Aber wir können natürlich nicht nur eine Form betrachten. Es geht ja nicht nur darum, eine Frau zu sein. Es gibt weiße Frauen die sehr viel Macht haben. Aber Frau und schwarz oder lesbisch zu sein, zieht noch mehr Unterdrückung nach sich. Deshalb ist es wichtig, die Vielseitigkeit der Unterdrückung wahrzunehmen, daher ist Feminismus für uns mehr, als nur der Kampf für die Rechte der Frauen. Denn wenn wir die Gesellschaft verändern wollen, müssen wir alle Formen und Wurzeln der Unterdrückung angreifen. Deshalb ist es wichtig den Kampf gegen das Patriarchat auch als Kampf gegen das System der Ausbeutung zu begreifen.

Welche Wege und Aktionsformen nutzt ihr in eurer feministischen Arbeit?

Ein Teil der feministischen Bewegung institutionalisierte sich in den 70er und 80er Jahren stark, d.h. es gab eine feministische Bewegung, die praktisch verschwunden ist, weil sie von den Institutionen, von den Gemeinderäten und Parlamenten aufgesaugt wurde. Die Institutionen blieben über die Jahre bestehen und die feministische Basis ist praktisch verschwunden. Daher war es in den letzten Jahren wichtig, wieder auf der Straße präsent zu sein und auf den Straßen zu mobilisieren. Vor allem wegen Themen wie dem „Recht auf den eigenen Körper“ und dem „Recht auf Abtreibung“. Dabei gibt es viele Parallelen zwischen den Kämpfen, die wir heute führen und denen, die bereits vor Jahrzehnten geführt wurden. Denn früher gab es viele Frauen die kämpften und für ihre Rechte einstanden, die heute aber meist nicht mehr aktiv sind. Es gibt also keinen Austausch zwischen diesen Generationen, aktuell wird aber versucht, dies alles aufzuarbeiten. Einige Feminist*innen von damals gibt es zwar noch, alles in allem hat sich der Feminismus aber stark institutionalisiert. Sowohl in den Parteien als auch in den Stadtverwaltungen wurden Fachbereiche für Frauen und Gleichberechtigung geschaffen. Dies führte dazu, dass der Kampf der Feminist*innen auf außerparlamentarischer Ebene eingedämmt wurde. Und jetzt, seit ein paar Jahren erleben wir einen die Reaktivierung des Feminismus auf der Straße, auch wegen den Angriffen auf unsere Rechte und den Kürzungen, die wir als Frauen erleiden mussten. Und auf die Frage, welche Aktionen wir machen: Sehr wichtig sind die Mobilisierungen auf der Straße, wenn es konkrete Angriffe auf unsere Rechte oder soziale Kürzungen gibt. Aber natürlich auch die Gemeinwesenarbeit, wie Plakatieren auf der Straße, Flyer verteilen und feministische Positionen in die Gesellschaft tragen. Denn das Wort Feminismus ist immer noch sehr stigmatisiert – es gibt Leute die behaupten Feminismus sei das gleiche wie Machismo. Aber das ist natürlich Blödsinn, das sind zwei unterschiedliche Dinge, die nichts miteinander gemein haben. Wir kämpfen für unsere Rechte und nicht gegen die Männer, das ist ja klar. Feminismus ist ein Kampf, der zusammen mit allen geführt werden muss.

Die rebellische Hoffnung von Hamburg

Eine erste, vorläufige Bilanz der Interventionistischen Linken

Sagen wir zuerst das Allerwichtigste: Hamburg befand sich nicht nur eine Woche im polizeilichen Ausnahmezustand, der uns eine Warnung sein sollte. Nein, ebenso wichtig: Zehntausende haben ihm getrotzt. Zehntausende haben keine Angst gehabt oder sind trotz ihrer Angst auf der Straße gewesen. Jede Demonstration, jedes Cornern und jedes aufgebaute Zelt stand unter der permanenten und allgegenwärtigen Drohung polizeilicher Gewalt. Niemand war vor ihr sicher. Das ist der Rahmen, in dem jede einzelne Aktion und jede Teilnehmer_innenzahl zu sehen ist. Dieser Mut und dieser Ungehorsam – von alt bis jung, von friedlich bis militant, von politisch bis kulturell – bleiben. Continue reading „Die rebellische Hoffnung von Hamburg“

Bericht:First of may- 1.Mai 2017 in Heilbronn

Mehr als 1000 Menschen beteiligten sich am 1.Mai 2017 an der traditionellen Gewerkschaftsdemo durch die Heilbronner Innenstadt. Eine bunte Mischung aus etwa 120 Pflegeaktivist*innen, Internationalist*innen, Antikapitalist*innen, linken Gewerkschafter*innen und Refugees bildete gemeinsam den kämpferischen Bereich in unserem antikapitalistischen Block. Auf Schildern und durch lautstarke Parolen wurde deutlich, dass am 1. Mai unsere Alltagskämpfe gegen den grauen kapitalistischen Normalzustand zusammen kommen. Auf der Allee stieg aus dem zeitweise getragenen Top-Transparent bunter Rauch auf und auf. Continue reading „Bericht:First of may- 1.Mai 2017 in Heilbronn“

Aufruf zum 1. Mai 2017: If there is no struggle, there is no progress.

Es braucht keinen Blick in die Ferne, um die Auswirkungen des Kapitalismus zu sehen. Es reicht, wenn wir in unserer Region in die Krankenhäuser, Asylunterkünfte, Sozialbauten oder große Industriefirmen gehen. Überall sehen wir was passiert, wenn wir als Gesellschaft zulassen, dass Profite vor Bedürfnissen stehen. Die Pflege von Menschen wird privatisiert und muss Profit bringen. Es geht nicht um die Bedürfnisse der Patient*innen oder des Pflegepersonals, sondern um nackte Zahlen. Nicht anders sieht es im Heilbronner Wohnungsmarkt aus. Immer mehr Menschen können sich die immer höheren Mietpreise nicht leisten und müssen ausziehen. Die privaten Investoren interessiert das nicht. Ihnen geht es um Gewinne und Erträge für getätigte Investitionen. Noch zugespitzter zeigen sich die Widersprüche des Kapitalismus in Heilbronn bei der Unterbringung von Geflüchteten. Während Dieter Schwarz and Friends dank Steuererleichterungen ihre Vermögen immer weiter vergrößern, müssen Menschen die vor Krieg Continue reading „Aufruf zum 1. Mai 2017: If there is no struggle, there is no progress.“

8. März – internationaler Frauenkampftag!

Zum diesjährigen Frauenkampftag haben wir zusammen mit der linken Frauengruppe Heilbronn die Broschüre „Was tun gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt?“ veröffentlicht.

8. März ist Frauenkampftag! Tausende Menschen gehen an diesem Tag weltweit auf die Straße, um gegen Sexismus und Unterdrückung und für gleiche Rechte für Frauen* zu kämpfen. Dass die Themen Sexismus und Gewalt an Frauen wieder mehr im öffentlichen Diskurs zu finden sind, hat sich auch im vergangenen Jahr gezeigt: In Lateinamerika gab es Proteste von Tausenden von Frauen gegen Gewalt an Frauen, in den USA gab es in Reaktion auf Trumps sexistische Äußerungen in verschiedenen Städten einen „Women’s March“, an dem sich Frauen aus allen gesellschaftlichen Bereichen beteiligten.

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Aktionskonferenz gegen den G20-Gipfel 2017 in Hamburg

banner_g20_konferenzAm 7. und 8. Juli 2017 soll in Hamburg der G20-Gipfel stattfinden. Die Regierungschefs und –chefinnen der 19 reichsten und mächtigsten Staaten der Erde, begleitet von 6.000 Delegationsmitgliedern, umschwärmt und dauerfotografiert von erwarteten 3.000 Journalist_innen und natürlich abgeriegelt und geschützt von einer Polizei- und Geheimdienstarmee von mindestens 10.000 Einsatzkräften. All dies soll mitten in Hamburg stattfinden: in den Messehallen, im Rathaus, in der Elbphilharmonie. Continue reading „Aktionskonferenz gegen den G20-Gipfel 2017 in Hamburg“

Ultraeuropäisch, grenzenlos und für alle! Seien wir unmöglich, versuchen wir das Realistische

Versuchen wir das RealistischeDas alte Europa kommt seit dem Ausbruch der Krise im Jahr 2007 nicht zur Ruhe. Spitzte sich die Krise bis letztes Jahr noch anhand der brutalen Sparpolitik zu, die in vielen Ländern der südlichen Peripherie brutal durchexerziert wurde, vervielfachen sich die Herausforderungen durch den Summer of Migration und die reaktionären Tendenzen innerhalb Europas für die Herrschenden und damit auch für uns. Continue reading „Ultraeuropäisch, grenzenlos und für alle! Seien wir unmöglich, versuchen wir das Realistische“

Internationalistischer 1. Mai in Heilbronn

MayHN2016_1Über 100 Menschen beteiligten sich am 1. Mai 2016 am Internationalistischen Block unter dem Motto „Es ist genug für alle da! Verteilungskämpfe zu Umverteilungskämpfen!“ auf der traditionellen Maidemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Sie folgten dem Aufruf der „Organisierten Linken Heilbronn (IL)“  und der kurdischen Jugend „Ciwanen Azad Heilbronn“, linke und antikapitalistische Inhalte auf der Gewerkschaftsdemonstration sichtbar zu machen. Zudem wurde ein Zeichen der internationalen Solidarität an die Genoss*innen in der Türkei und in Kurdistan, die kämpfende Bevölkerung in Südeuropa und Frankreich und die Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen gesendet.
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Es ist genug für alle da!

FrontIm Vorfeld des 1. Mai 2016 haben wir unsere Broschüre „Es ist genug für alle da!“ veröffentlicht. Wir versuchen in der Broschüre verschiedene Themen zusammen zu bringen, Antworten zu geben, wo wir bereits welche zu haben glauben und Fragen aufzuwerfen. Sie ist eine Momentaufnahme unserer aktuellen Entwicklung und daher auch über den 1. Mai hinaus Grundlage unserer Politik. Um die Broschüre zu downloaden, könnt ihr einfach hier klicken.

Wir erleben eine Zeit der Polarisierung. So abgedroschen das auch klingt: Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. In großen Teilen der Mittelschicht verdichten sich Abstiegsängste und Ressentiments, die sich in rassistischen Ausfällen und dem Einzug rechtspopulistischer Parteien in die Parlamente entladen. Neuankommende werden zum Sündenbock für Jahrzehnte des neoliberalen Kahlschlags erklärt. Menschen, die vor Krieg, Perspektivlosigkeit und Armut in eines der reichsten Länder der Welt fliehen, werden gegen die bereits hier lebende Bevölkerung ausgespielt – trotz des bundesdeutschen Rekordhaushaltsüberschusses. Von der „Flüchtlingskrise“ reden die Apologeten und Verwaltenden des globalen Krisenkapitalismus. Was sie schüren, ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, um Sozialleistungen und um angemessenen Wohnraum.
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Jeder Tag ein Frauenkampftag!

Koeln2Vor über 100 Jahren rief Clara Zetkin gemeinsam mit vielen Mitstreiterinnen am 8. März den internationalen Frauenkampftag ins Leben. Seitdem tragen an diesem Tag Frauen weltweit ihre Forderungen nach Gleichberechtigung und mehr Rechten auf die Straße. Auch heute ist es wichtig, diesen Tag mit eigenen Inhalten zu füllen und deutlich zu machen, warum auch in unserer Gesellschaft Frauen für ihre Rechte kämpfen müssen. Continue reading „Jeder Tag ein Frauenkampftag!“

Gemeinsam kämpfen! Feministisch! Antirassistisch! Solidarisch!

12-maerz-artikelbildAm 12. März 2016 findet in Köln eine bundesweite Demonstration zum Frauen*kampftag statt. Auch aus Heilbronn werden Aktivist*innen dabei sein. Wenn Ihr mit nach Köln fahren wollt, meldet Euch bei uns!

Überall in Deutschland, ob auf dem Dorf, in der Kleinstadt oder in den Metropolen, geschehen täglich sexistische Übergriffe oder Belästigungen gegenüber Frauen*. Sexismus ist Alltag und das nicht erst seit der Silvesternacht auf der Kölner Domplatte. Continue reading „Gemeinsam kämpfen! Feministisch! Antirassistisch! Solidarisch!“

Veranstaltungen zum Frauenkampftag am 8. März 2016

8MärzPlakatGemeinsam mit dem Frauencafé im Sozialen Zentrum Käthe organisieren wir zwei Veranstaltungen im Rahmen der Mobilisierung zum diesjährigen Frauenkampftag am 8. März. Am 10. März 2016 wird es um das Thema „Care Revolution“ und die Folgen der neoliberalen Politik im Gesundheits- und Sozialbereich gehen. Am 15. März 2016 stehen die Lebensbedingungen illegalisierter Migrant*innen in der BRD im Fokus. Continue reading „Veranstaltungen zum Frauenkampftag am 8. März 2016“

Organisieren und intervenieren!

il logoDie Spatzen haben es längst von den Dächern gepfiffen. Wir sind jetzt Teil der Interventionistischen Linken (IL). Gemeinsam mit vielen unterschiedlichen Gruppen und Menschen in Deutschland und Österreich wollen wir am Aufbau einer starken und handlungsfähigen außerparlamentarischen Linken mitwirken.
Wir haben das Ziel vor Augen, unsere Arbeit an einer nachhaltigen lokalen Verankerung in Heilbronn mit der Perspektive einer überregionalen Organisierung zu verbinden.
Sechs Jahre nach der Gründung der „Revolutionären Linken Heilbronn“ und zwei Jahre nach der Initiierung der „Organisierten Linken Heilbronn“ (OL) erscheint uns der Schritt in die IL nur folgerichtig. Auch wenn die wenigsten von uns diesen Weg seit 2009 von Anfang an gemeinsam gegangen sind, sehen wir alle den Beitritt zur IL auch als Ausdruck eines langen – und nicht immer einfachen – Entwicklungsprozesses. Continue reading „Organisieren und intervenieren!“

Weil es eine Alternative gibt!

1.Mai 2015 Zeitung der OLIm Vorfeld des 1. Mai 2015 haben wir unsere erste Zeitung heraus gebracht. Inhaltlich knüpfen wir darin an unsere Schwerpunkte der letzten Wochen und Monate an und geben einen kleinen Ausblick auf kommende Ereignisse. Zum Downloaden der Zeitung als PDF könnt ihr einfach hier klicken.

In Deutschland, einem der wohlhabendsten Länder der Welt, zeigen sich die negativen Auswirkungen des Kapitalismus jeden Tag. Entgegen der Behauptung, der Kapitalismus mehre den Wohlstand der breiten Masse der Bevölkerung, sehen wir tagtäglich, wessen Reichtum wächst und wessen Ordnung beschützt wird. Es ist nur eine kleine Klasse von Menschen, die von diesem Wirtschaftssystem profitiert – nämlich diejenigen, denen die Unternehmen und Konzerne gehören, die im gehobenen Management oder an den Schalthebeln der politischen Macht sitzen. Continue reading „Weil es eine Alternative gibt!“

Solidarität mit Rojava! – Veranstaltungsreihe vom 28. März – 28. April 2015

Solidaritaet mit Rojava VA ReiheRojava, Kobanê und der Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) durch die Volks- und Frauenverteidigungskräfte YPG und YPJ waren Ende letzten Jahres in aller Munde und in den Medien dauerhaft präsent. Spätestens seit der Befreiung der Stadt Kobanê hat die mediale Aufmerksamkeit für Rojava, die Autonomieregion in Westkurdistan und deren Kampf für eine rätedemokratische, selbstverwaltete Gesellschaft merklich abgenommen. Doch die Kämpfe gegen den IS gehen weiter, viele Gebiete sind noch nicht befreit. Die zerstörte Stadt Kobanê wird wieder aufgebaut und die Gesellschaft hält an der Idee der Selbstverwaltung durch den demokratischen Konföderalismus fest. Continue reading „Solidarität mit Rojava! – Veranstaltungsreihe vom 28. März – 28. April 2015“

Frauenkampftag und Proteste gegen Nazis in Heilbronn

frauentag2014Am Samstag, den 8. März 2014, waren in Heilbronn zahlreiche Menschen auf der Straße, um für feministische Inhalte und gegen Nazis einzustehen. Verschiedene Gruppen und Organisationen hatten anlässlich des Internationalen Frauenkampftages zu einer gemeinsamen Kundgebung auf dem zentralen Kiliansplatz aufgerufen, an der sich über mehrere Stunden hinweg zwischen 40 und 50 Personen beteiligten. Continue reading „Frauenkampftag und Proteste gegen Nazis in Heilbronn“

Für ein kämpferisches 2014! Ein Blick auf das Jahr 2013 und in die Zukunft.

rückblick2013
Das Jahr 2013 ist vorbei und lieferte mehr Gründe für Protest und Widerstand gegen die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse, als wir an dieser Stelle aufzählen können: weitere Verarmung und Abbau demokratischer und sozialer Rechte unter dem europäischen Troika- Regime, Kriegsdrohungen gegen Syrien, staatliche Menschenjagd auf Geflüchtete an Europas Außengrenzen und in deutschen Städten, rassistische „Bürgerinitiativen“ gegen Flüchtlingsheime und nicht zuletzt NSU und Verfassungsschutz. Continue reading „Für ein kämpferisches 2014! Ein Blick auf das Jahr 2013 und in die Zukunft.“

Kundgebung gegen Homophobie, Sexismus und den Auftritt von Gabriele Kuby

kuby heilbronn 2012Rund 70 Menschen beteiligten sich am 7. März 2012 an einer Kundgebung gegen eine Abendveranstaltung der Heilbronner „Senioren- CDU“. Sie protestierten unter dem Motto „Gegen Sexismus und Homophobie – Die reaktionäre Hetze stoppen!“ gegen den Auftritt der rechten Publizistin Gabriele Kuby in der Gaststätte „Harmonie“ in Heilbronn. An der gemeinsamen Veranstaltung der „Senioren- CDU“ und des „Evangelischen Arbeitskreises in der CDU“ (EAK) nahmen nach Medienangaben 60 Personen teil. Continue reading „Kundgebung gegen Homophobie, Sexismus und den Auftritt von Gabriele Kuby“

Gründungserklärung der Revolutionären Linken Heilbronn

header-typ-3-auf-größeAnfang November 2009 veröffentlichte die Gruppe „Revolutionäre Linke Heilbronn“ (RLHN) ihre Gründungserklärung. An den Diskussionen innerhalb der radikalen Linken in Heilbronn, die im Jahr 2013 schließlich zur Gründung der „Organisierten Linken Heilbronn“ (OL) führten, waren Aktivist*innen der RLHN maßgeblich beteiligt. Die RLHN ist mittlerweile in der OL aufgegangen und als Struktur damit Geschichte. Trotzdem markiert ihre Gründungserklärung einen wichtigen Punkt im Aufbauprozess linker Strukturen in der Stadt und viele der dort angerissenen Standpunkte sind auch weiterhin Grundlage unserer Politik als OL. Continue reading „Gründungserklärung der Revolutionären Linken Heilbronn“